Glasurit

Ein buntgefiederter Papagei wurde im Jahr 1925 als Markenzeichen für Glasurit-Lacke eingetragen. Daß er einer 
vielversprechenden Zukunft entgegenflattern sollte, war damals noch nicht vorauszusehen. In den 70 Jahren seines Bestehens 
entwickelte sich sein Äußeres gemeinsam mit den Produkten, deren farbenprächtiges und sympathisches Symbol er bis heute 
geblieben ist. 


Heute zählt der Glasurit-Papagei zu den bekanntesten Markenzeichen in Deutschland. Er ist symbolträchtiges "Wappentier" für 
eine besonders bunte und vielfältige Palette an Glasurit-Produkten für die Bereiche Bauen und Wohnen sowie für die Reparatur 
von Fahrzeugen. 


Die Biographie des Papageis spiegelt neben der Produktgeschichte auch ein Stück Zeitgeschichte wider. 

Die Geburtsstunde der Lackfabrik von Max Winkelmann

Als der Kaufmann Max Winkelmann anno 1888 in Hamburg sein Handelsgeschäft für Lacke und Farben eröffnete, dachte 
noch niemand an den Papagei. Dies war ebensowenig der Fall, als fünf Jahre später die ersten Farbdosen aus der inzwischen in 
der Hansestadt aufgebauten Fabrik ausgeliefert wurden. Diese ersten Dosen mit einem Lack der Bezeichnung "Max 
Winkelmann's Chinalack Kristall-Weiß" wurden noch von einem Chinesenkopf geziert. Da China als das 
Ursprungsland des Lacks gilt, sollte der Chinese Tradition und Qualitätsbewußtsein der Firma Max Winkelmann signalisieren. 
Bis 1898 war das jungeUnternehmen bereits so erfolgreich, daß für die vielen verschiedenen Produkte ein umfassender Name 
gesucht wurde. So entstand die Bezeichnung Glasurit, die den glasurartig harten Überzug der Lackfarben beschreiben und 
unverwechselbar klingen sollte.

Der Papagei schlüpft aus dem Ei...

In den "Golden Twenties" wurden farbige Lacke immer beliebter. Schon damals kundenorientiert, suchten die "Glasuriter" nach 
einem Symbol, das die Freude an der Farbe gleich auf der Verpackung widerspiegelte. Mit dem 
exotischen Papagei war bald ein geeigneter Sympathieträger gefunden. Den Ausschlag dafür gaben seine augenfällige 
Farbenpracht und sein hoher Bekanntheitsgrad auch hierzulande. 
Ausgewählt wurde aber nicht irgendein Vertreter aus der vielzähligen Papageienfamilie, sondern der größte und 
farbenprächtigste Abkömmling: 
der Ara A r a n k a .
Er verkörpert durch die Farbenkombination in seinem Gefieder die bunte Vielfalt der Glasurit-Lacke: Die drei Grundfarben 
rot, blau und gelb sind vertreten, aus denen sich bekanntlich alle gewünschten Farben mischen lassen. 

1924, inzwischen war das Werk Münster-Hiltrup seit gut zwanzig Jahren gegründet, ließ sich der Papagei zum ersten Mal auf 
einer Glasurit-Dose nieder, und ein Jahr später wurde er als Markenzeichen geschützt. Vorerst leistete der bekannte Chinese 
dem Buntvogel noch Gesellschaft, und auch der Firmenname blieb beim Alten. Neu aber war das fortan unverwechselbar 
farbenfrohe und sympathische Erscheinungsbild der Glasurit-Produkte. Dem zeitgenössischen Verständnis entsprechend legte 
man zu Anfang noch großen Wert darauf, den Ara möglichst realitätsnah darzustellen. 

..und wird flügge

Farbenfroh und verspielt war die Mode Anfang der 30er Jahre, und das bekamen auch die Lackdosen zu spüren. 
Der Papagei der 30er Jahre wurde zu einem gemütlichen Zeitgenossen, liebenswert und gutmütig. 
Seine aufgeplusterte Leibesfülle und der weise Blick strahlten Sicherheit und Seriösität aus, genau wie der Markenname. 
Die nachfolgenden Kriegszeiten allerdings hinterließen ihre Spuren auch beim Glasurit-Markenzeichen: Eine hart geschnittene 
Frakturschrift trug den Papagei. Er selbst mußte im wahrsten Wortsinn Federn lassen, sein Ausdruck wurde strenger.

Das änderte sich nach 1945 aber schleunigst wieder. Um dem Nachkriegsgrau zu entfliehen und um das neu Aufgebaute zu 
schützen, waren bunte Lacke wieder gefragt. Und die Verbraucher griffen nach den altbekannten Glasurit-Produkten. In den 
ersten Wirren nach dem Krieg allerdings existierte noch keine klare Gestaltungslinie. So traten Glasurit-Schriftzug und Ara in 
unterschiedlichen Ausführungen auf, und zwar in einer Mischung aus früheren und neuen Elementen.

Bald verschwand der Chinesenkopf endgültig von den Dosengebinden. Der Papagei machte diesen Verlust aber spielend wett 
und wurde wieder zu einem echten Ara Aranka. Ganz so naturgetreu wie zu Anfang wurde er nicht mehr dargestellt, sondern 
erhielt die ersten abstrakten Züge.´

Damit er in den Zeiten des "Wirtschaftswunders" keine überflüssigen Pfunde zulegen konnte, verordnete man ihm eine 
Schlankheitskur: 1956 wurde das Ara-Federkleid geglättet, seine Erscheinung insgesamt harmonischer und dynamischer. Die 
verschnörkelten Sonderformen des Schriftzuges "Glasurit" wurden vereinheitlicht. 

Des Papageis neue Kleider - Glasurit heute

Auf die Frage nach Glasurit lautet die oft gehörte Antwort: 


"Die Marke mit dem Papagei".

Wesentlich für den Erfolg der Glasurit-Produkte ist also der Wiedererkennungswert des Markenzeichens, das den 
Sehgewohnheiten seiner Zeit entsprechen muß.

Nachdem das Markenzeichen mit dem Papagei ab 1970 von einem gelben Quadrat umrahmt wurde, erfuhr es 1995 eine 
erneute Wandlung: 
Die Farben wurden ausdrucksstärker, die Typographie harmonischer.

"Besinnung auf die Kernwerte und Reduzierung auf das Wesentliche", so die neue Richtlinie, nach der das 
Glasurit-Erscheinungsbild weltweit geführt und gepflegt wird. Im Zuge der Modifikation des Logos erfuhren auch die Gebinde 
eine zielgruppenspezifische Überarbeitung:

Ob Autolackierereien, Malerbetriebe oder Endverbraucher - alle Kunden erhalten die von ihnen speziell gewünschten 
Informationen schnell und in ansprechender Gestaltung.

In seiner brandneuen Erscheinung steht der Ara Aranka damals wie heute als Symbol für die Freude an Farben. Deren Glanz 
würde allerdings ohne die ständige Optimierung seiner "inneren Werte" schnell verblassen. 
So hat der bunte Papagei zum Beispiel auf Dosen mit besonders umweltschonenden wasserbasierenden Lacken und anderen 
lösemittelreduzierten Produkten einen Stammplatz gefunden. 
Nur die Kombination aus innovativen Ideen und der langjährigen Erfahrung eines der bedeutendsten Unternehmen auf dem 
Gebiet der Lacke und Farben sichert die dauerhafte Güte der hochwertigen Glasurit-Produkte.

Heute begleitet der Papagei die bekannteste deutsche Lack-Marke. Zu Hause ist er praktisch sogar auf dem ganzen Globus.


Papageien können ein außerordentlich hohes Lebensalter erreichen; der Glasurit-Ara aber wird die bisherigen und auch die 

zukünftigen Altersrekorde seiner lebenden Verwandten wohl problemlos überflügeln.

Glasurit

Zurück